JHV und winterharte Kakteen

Ab 2018 ändern wir auf Wunsch unserer Wirtin, den Termin für die abendlichen Treffen, auf den letzten Donnerstag im Monat ab 19:30 Uhr.
Deshalb treffen wir uns am 25. Januar zu unserer ersten Veranstaltung in diesem Jahr.
Der erste Punkt des Abends ist die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen. Anschließend wird uns Sigmar Sachse einen Vortrag über winterharte Kakteen zeigen. Immer mehr Pflanzenliebhaber möchten gerne auch im Freiland Kakteen auf Dauer auspflanzen.

Cylindropuntia imbricata ist bei uns vollkommen winterhart und wächst zu großen Exemplaren heran.©Kaktusmichel.de


Für manchen ist es etwas befremdend sich vorzustellen, dass Kakteen und Sukkulenten das ganze Jahr frei ausgepflanzt im Garten kultiviert werden können.
Pflanzen die man nur von den trockenen und heißen Standorten der USA oder Südafrikas kennt. An ihren ursprünglichen Lebensräumen ist es nicht ungewöhnlich, dass Kakteen oder auch andere Sukkulenten Frost aushalten müssen.

Ein winterharter Echinocereus bayleyi, in voller Blüte ©DornenPROJEKT.de


Oft sind es jedoch nur ein paar Stunden in der Nacht, in denen Minustemperaturen am Standort auftreten.
Nach Sonnenaufgang steigt das Thermometer stetig an, sodass binnen kurzer Zeit die Temperatur wieder den plus Bereich erreicht.
In verschiedenen Gebieten der USA ist beispielsweise im Winter mit hohen Schneevorkommen zu rechnen, was wiederum die Pflanzen vor dem erfrieren schützt. Denn trotz tiefen Minustemperaturen über der Schneedecke ist es darunter nicht kälter als 0°C.
Auch gibt es natürliche Habitate an denen in dieser kalten Jahreszeit, im Gegensatz zu uns, weder eine hohe Luft- noch Bodenfeuchtigkeit an zu treffen ist.
Dies erschwert zwar die Auswahl widerstandsfähiger Pflanzen, aber es ist nicht unmöglich, wie es schon viele Anlagen auch in Deutschland beweisen.

Gerade in der Gattung Opuntia gibt es viele Arten die bei uns frei ausgepflanzt werden können ©Kaktusmichel.de


Zwei Begriffe sollte man auseinanderhalten.
Zum einen frosthart bzw. winterfest, bedeutet für deutsche Winter, dass die Pflanzen zwar tiefe Temperaturen oft bis unter -15°C vertragen können, aber nur an einem trockenen Standort.
Hier ist es von Vorteil einen ungeheizten Wintergarten oder Gewächshaus zu besitzen. Zur Not genügt der Dachüberstand eines Hauses oder man bringt von Herbst bis zum zeitigen Frühjahr eine spezielle Überdachung direkt über den Pflanzen an.
Nur um sie vor zuviel Feuchtigkeit zu schützen.

Einfacher Nässeschutz für den Winter, gesehen im Palmengarten Frankfurt©Kaktusmichel.de


Wichtig dabei ist, auf eine gute Belüftung zu achten, dies gilt besonders für Wintergärten oder Gewächshäuser und ein grobes, wasserdurchlässiges Pflanzsubstrat zu verwenden.
Der zweite Begriff gilt für winterharte Kakteen und Sukkulenten, damit beschäftigt sich der Vortrag unseres Referenten.
Das bedeutet diese Gewächse halten jede Witterungsbedingung und Laune unserer Klimate, ungeschützt aus und eignen sich deshalb für einen dauerhaften Aufenthalt im Freien.
Die besten Gebiete in Deutschland um ein Kakteenbeet ohne Nässeschutz für den Winter im Freiland anzulegen sind die mit Weinbauklima, wie wir es an der Hessischen Bergstraße, am Kaiserstuhl, im Breisgau oder in der Pfalz vorfinden. Aber Herr Sachse wird uns am 25. Januar 2018 ab 19:30 bestimmt noch einiges mehr darüber erzählen.
Eintritt wie immer frei, wir freuen uns auf recht zahlreichen Besuch unserer Veranstaltung.
Veranstaltungsort: Michelstadt, Michelstädter Hof.
Weitere Tipps auch zu diesem Thema im Buch: Kakteen und Sukkulenten


Und ein Buch zum Thema:

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