Lithops – Lebende Steine

Nur wenige können mit dem Begriff „Lebende Steine“ nichts anfangen.
Lithops setzt sich zusammen aus den griechischen Worten
lithos für „Stein“ und opsis für „Aussehen“, was somit bedeutet:
„sieht aus wie ein Stein“.
Diese Mimese, also die Anpassung an die
Steine ihres Umfeldes,
dient dazu, sich vor Fressfeinden zu schützen.

Das Verbreitungsgebiet ist recht groß, es gibt sie in Südafrika, Namibia
und Botswana, wo sie in Quarzkies-Schotter wachsen.
Es sind
schon mindestens 40 Arten von Lithops bekannt und unzählige
Unterarten und Formen.

Verschiedene Lihops©KAKTUSMICHEL


Diese Pflanzen
setzen sich aus zwei verwachsenen Blättern (Loben) zusammen,
die
wie ein geteilter Kegel aussehen, in Fachkreisen auch Kopf genannt.
Sie werden durch einen Spalt getrennt. Der obere Teil der Loben ist
mehr oder weniger von durchsichtigen Bereichen durchsetzt, diese
nennt man Fenster.
Die Zeichnung, bestehend aus Linien oder
Punkten,
die in diesen Fenstern zu sehen ist, nennt man Inseln.
Die
Blütezeit beginnt etwa ab August und dauert bis Ende Oktober.
Aus dem Spalt zwischen den Loben wächst die Blüte. Sie blüht nur
einmal pro Jahr.
Das Erblühen beginnt meist ab 13 Uhr bis gegen 18
Uhr,
dann schließen sich die Blüten und öffnen am nächsten Tag

wieder. Mit jedem neuen Öffnen der Blüte wird sie etwas größer,
bis sie nach einigen Tagen verwelkt. Die Blütenfarben sind Weiß
und Gelb, seltene Züchtungen blühen auch in orange oder rot.

Lithops lesliei fa. Vivid Green©KAKTUSMICHEL


Samenkapseln
haben fünf, manchmal auch sechs Fächer.
Sie öffnen
sich, wenn Wassertropfen darauf fallen.
Mit den nächsten Tropfen
werden die Samen dann heraus geschwemmt,
deshalb nennt man
sie auch Regenschwemmlinge.
In der Natur ertragen die Pflanzen Höchsttemperaturen von über 50 °C
und Tiefsttemperaturen, die kurzzeitig an die -5 °C gehen können.
In Kultur überwintern sie am besten trocken bei 5 bis 10 °C.
So stoppt das Wachstum während
der lichtarmen Zeit.
Wichtig ist während der Wachstumszeit, den
hellsten Platz
mit der besten Lichtausbeute anzubieten, sonst vergeilen

die Pflanzen.
Optimal ist es, wenn die Loben nur wenig aus
dem Substrat herausragen.
Das Substrat sollte rein mineralisch sein
und gut durchlässig.
Gedüngt wird nur einmal im Jahr und dann nur
die Hälfte der angegebenen Düngermenge.

Lithops localis©KAKTUSMICHEL


Die Hauptwachstumszeit
beginnt ab Ende August bis in den Oktober hinein,
dann sind
die Vorjahresloben schon eingetrocknet (verbraucht) und es haben
sich ein oder auch zwei neue Blattpaare ausgebildet.
Jetzt können
wir wieder etwas kräftiger gießen.
Von April bis Juli nur sparsam
und von November bis März gar nicht gießen.
Bei guter Pflege kann
solch eine Pflanze mit der Zeit größere Polster bilden
und über 50
Jahre alt werden.
Die Vermehrung erfolgt meist durch Samen aber auch

durch Abtrennen einzelner Loben und deren Bewurzelung.
Auszug aus dem Buch Kakteen und Sukkulenten von Michael Januschkowetz.
Bezug der Pflanzen und des Buches unter anderem auch beim Verfasser

Facebook Like
Dieser Beitrag wurde unter Pflanze des Monats abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.